Was wächst denn da im Kieler Süden?

8 Mai '26

Im Kieler Süden laufen aktuell vorbereitende Arbeiten, die einen wichtigen Beitrag zur weiteren Entwicklung des Quartiers leisten. Schon jetzt wird deutlich, dass hier nicht nur neuer Wohnraum entsteht, sondern ein ganzheitlich geplantes Umfeld, das ökologische Belange von Beginn an mitdenkt.

Im Rahmen des Bebauungsplans werden derzeit sogenannte CEF-Maßnahmen umgesetzt. CEF steht für Continuous Ecological Functionality und beschreibt Maßnahmen, mit denen ökologische Funktionen dauerhaft gesichert werden. Ziel ist es, bestehende Lebensräume zu erhalten oder neue zu schaffen, noch bevor weitere bauliche Schritte folgen. So bleibt die ökologische Qualität des Areals auch während der Entwicklung kontinuierlich gewährleistet.

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Moderne Stadtentwicklung im Einklang mit dem Fledermausschutz

Mit der Entwicklung des neuen Stadtquartiers entsteht zugleich ein bedeutender Beitrag für den Natur- und Artenschutz. Im Fokus stehen dabei heimische Fledermausarten, deren Lebensräume gesichert und gezielt gestärkt werden.

Für die Fledermäuse entstehen neue grüne Leitstrukturen, die ihre Orientierung im Raum sichern. Baumreihen, dichte Gehölzpflanzungen und landschaftstypische Knicks verbinden künftig Jagd- und Rückzugsgebiete miteinander. Gleichzeitig werden bestehende Strukturen gezielt ergänzt und verdichtet. Besonders entlang der zukünftigen Haupterschließung Bustorfer Weg dienen diese Pflanzungen dazu, Lichtquellen abzuschirmen und geschützte Flugkorridore zu schaffen. So können die lichtempfindlichen Tiere ihre Wege auch künftig ungestört nutzen.

Ökologie von Anfang an mitgedacht

Insgesamt wurden hierfür 393 Sträucher und 34 Bäume auf einer Länge von rund 450 Metern neu gepflanzt. Zum Einsatz kommen ausschließlich standortgerechte, heimische Gehölze, die optimal an die regionale Landschaft angepasst sind und vielen Tierarten Nahrung und Lebensraum bieten.

Derzeit erfolgen Arbeiten zur Pflege bestehender Knicks sowie zur Neuanlage zusätzlicher Strukturen. Die eingezäunten Bereiche mit jungen Pflanzen markieren diese neuen Landschaftselemente, die das Gebiet künftig prägen werden. Die Maßnahmen fügen sich selbstverständlich in die bestehende Umgebung ein. Gleichzeitig stärken sie die Biodiversität und verbessern die ökologische Vernetzung. Es entstehen Lebensräume für Vögel, Insekten und Kleintiere sowie attraktive grüne Strukturen für die zukünftigen Bewohnerinnen und Bewohner.

Ökologie von Anfang an mitgedacht
Neue Strukturen in der Landschaft

Neue Strukturen in der Landschaft

Auch am Solldieksbach sind Veränderungen sichtbar. Der Bachlauf wird renaturiert und neu geformt. Steine strukturieren den Verlauf, ergänzende Pflanzungen binden ihn harmonisch in die Umgebung ein.
So entstehen naturnahe Elemente, die ökologische Qualität und landschaftliche Einbindung verbinden.

Was heute entsteht, wirkt langfristig

Die aktuellen Maßnahmen schaffen die Grundlage für die weitere Entwicklung des Quartiers und zeigen, wie eng Stadtentwicklung und Naturschutz miteinander verzahnt sein können. Was heute im Kieler Süden wächst, wird das Gebiet langfristig prägen und nachhaltig stärken.

Die Entwicklung folgt dabei einem klaren Anspruch: Umwelt und Landschaft sind kein nachgelagerter Aspekt, sondern integraler Bestandteil der Planung von Anfang an.

Was heute entsteht, wirkt langfristig
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